4 x 11 Jahre



44 Jahre Parresfastnacht in Gernsheim am Rhein Ein Jubiläum auf das wir mit Recht Stolz sein dürfen, denn wir sind kein Verein mit Satzung und Vorstand sondern nur eine Gruppe die sich vor 44 Jahren aus verschiedenen Katholischen Jugendgruppen gebildet hat, und noch heute sind. Damals waren die CAJ, die Pfadfinder sowie die Meßdiener und die Kolpingfamilie an der Bildung der heutigen Parresfastnacht beteiligt. Angefangen hat alles 1960 in diesen Gruppen im Gemeindehaus, in kleinen Räumen,in denen man in Gruppenstunden Fastnacht machte. Als Termin war damals der Fastnachtsonntag ausgesucht worden, den der damalige Pfarrer Herr Malzy hatte Angst das wenn die Sitzungen Samstags gehalten werden, kommt am Sonntagmorgen keiner in die Kirche. Die Kolpingfamilie veranstaltete schon bis 1960 Fastnachtssitzungen. Als 1960 diese Hilfe brauchten sprangen die CAJ und die Pfadfinder ein, und die erste große Sitzung fand im Saale Esselbach statt. Für die die es nicht wissen sollten der damalige Saal Esselbach, ist das heutige Kaufhaus Schuker. Präsident dieses Abends war Heinz Kissel. Die Kolpingfamilie zog sich nach der Sitzung 1963 zurück und die CAJ Jugend sowie Meßdiener Pfadfinder und die Jungkolping übernahmen das Kommando. Der Saal Esselbach wurde geschlossen und man zog um ins Deutsche Haus zum Haase Schorsch. Als erster Präsident begrüßte damals Hans Ludwig Meister die Narrenschar. Das damalige Publikum bestand zum größten Teil aus Omas Opas sowie Eltern der Aktiven. Nicht zuvergessen die guten katholischen Kirchgänger. Tanzdarbietungen, Vorträge viel gute Laune, als das wurde von der Jugend dargeboten. Es machte allen einen riesigen Spaß, und man war sich einig, auch nächstes Jahr sind wir wieder dabei und machen Fastnacht hier in unserem schönen Heimatstädtchen mit Herz. Die Motoren der damaligen Jugend waren hauptsächlich Arno Knörzer und unsern "Korze" Gerhard Wunderle. Als Mutter der Kompanie konnte man mit recht behaupten war Luise Knörzer, die leider verstorben ist. Bis 1968 ist Hans Ludwig Meister Präsident geblieben, dann , von 1969 bis 1973 wechselte das Präsidenten Amt fast jährlich. So waren Herbert Wilhelm, Michael Saltzer und Peter Bikoni Präsident und führten durch das Programm. Bis dann ein junger Mann 1974 das Wort erhob und sagte, das ist nix mit dem wechseln dauernd, ich mach das jetzt. Dieser Mann wurde als Raketen Müller bekannt, heute führt er die geschicke der Stadt. Er ist nämlich unser Bürgermeister. Die Veranstaltungen entwickelten sich zum Renner in Gernsheim. Der Saal wurde zu klein. Die Idee eine Generalprobe im Kettlerhaus zu veranstalten für die Senioren, damit Platz zu schaffen für die Abendveranstaltung war ein Erfolg. Doch bereits nach 2 Jahren war das Problem wieder da. Eine zweite Abendsitzung mußte her. Im ersten Jahr noch zu 2drittel besetzt, war sie im darauf folgenden Jahr schon ausverkauft. Daran hat sich bis heute nichts geändert. So ging es immer weiter bergauf mit der Fastnachtsgruppe der katholischen Kirchengemeinde. Die Pfarrer, Herr Malzy, Herr Dr. Reul, Herr Adam, Herr Knapp, Herr Johann Kotschner und auch unser jetziger Pfarrer Herr Harald Poggel gingen bzw. gehen bei uns in die Bütt. Auch Benefiziat Seiler sei an dieser Stelle genannt. Sie ließen uns gewähren, denn bis heute haben wir noch nie einen Pfennig Geld gekostet. 1986 schloß nun der Saalbau Haas oder wie die Gernsemer noch heute sagen der "Haase Schorsch". Es gab ein Problem und das hieß WOHIN ? Allmendfeld, ein Stadtteil von Gernsheim, dort das Bürgerhaus wurde unser Domizil. Wir soll das werden außerhalb, und somit die Frage die sich stellte, wie kommt das Publikum dorthin. Es wurde keins. Die Stadt bezahlte einen Bustransfer, es wurde eine Bühne gekauft und Vorhänge wurden ebenfalls angeschaft. Die Allmendfelder verzichteteten 14 Tage auf Ihre Halle und ließen Ihre Übungsstunden ausfallen. An dieser Stelle nocheinmal ein rießen Dank an die Stadt Gernsheim und an die Allmendfelder, ohne Euch wäre es nicht mögllich gewesen. Rudi Müller wollte nun, wie oben schon erwähnt zum Bürgermeister gewählt werden und legte damit sein Amt als Präsident nieder. Dies war 1987 der Beginn der Aera Hans Köhl, er ist noch heute unser Präsident. Unser Bürgermeister "Raketen Müller" plante und baute sodann in Gernsheims Herz eine neue Stadthalle, diese bezogen wir Fastnachter mit unserer Sitzung 1997 das erste mal. Hier findet seit dem die fünfte Jahreszeit statt. Kein Bustransfer ist mehr nötig, und die Zuschauer nehmen die Halle gerne an. So kann man heute wieder ohne Auto zur Sitzung kommen. 1998 wurde dann die Jugendfastnacht geboren. Feiern wie die Großen ist das Motto unserer Jugend. Für alle die an den Abendsitzungen nicht teilnehmen können bieten wir die Familien oder Nachmittagssitzung an. Was in anderen Städten der Kräppelkaffee ist, das ist bei uns die Riwwelkuchensitzung. So hat sich bis heute ins Jahr 2004 an unserer Gruppe nicht viel geändert. Alls die Spaß an der fünften Jahreszeit haben sind bei uns jederzeit herzlich willkommen. Ein intakter und sehr fleißiger Elferrat, tolle Redner und Musikgruppen, ein tolles Damen und Herrenballett sowie Tanzgruppen aus Gernsheimer Tanzvereinen runden das ganze ab. Fleißige Helfer im Hintergrund, ohne die eine Sitzung gar nicht denkbar ist, all das ist die PARRESFASTNACHT. Wir hoffen das die Parresfastnacht auch in den nächsten Jahren tolle Sitzungen abhalten kann, das aus der Jugend viele nachkommen und so mithelfen das die Parresfastnacht ein Bestandteil der Gensheimer Fastnacht bleibt. Zum Schluß möchten wir uns hier auch bei allen Spendern, bei der Stadt Gernsheim und bei allen anderen, die uns 44 Jahre lang unterstützt haben, ganz ganz herzlich bedanken.



Helau die Parresfastnachter